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Islandfreund Ben Stiller

Feb 4 , 2014

Von Gudrun M. H. Kloes in Allgemeines
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Das erstaunliche Leben des Walter Mitty, ein Road Movie mit (gemessen am Genre) innovativen Fortbewegungsmitteln wie Longboard oder Fahrrad, wurde zu weiten Teilen in Island gedreht. Dabei erscheint Island in manchen Szenen dermaßen als Grönland, dass das isländische Kinopublikum neulich, als ich in Reykjavík den Film besuchte, herzhaft lachte. Beim internationalen Publikum mag die Szene „Landung in Nuuk” als so glaubwürdig durchgehen, dass man sich dabei lieber hingebungsvoll seinem Poppkorn widmet, als sich Gedanken zu machen.

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Das Ende des Sturms

Jan 8 , 2014

Von Gudrun M. H. Kloes in Allgemeines
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Es kommt unerwartet und sogar nahezu unbemerkt. Seit dem 24. Dez. tobte der Sturm, und nun, am 8. Jan., ist er plötzlich weg. Wie sieht das Ende des Sturms aus? Lesen Sie den gesamten Text »

Weihnachtsplatte und Frosti

Dez 28 , 2013

Von Gudrun M. H. Kloes in Allgemeines
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Das beigefügte Bild zeigt die Vorspeisenplatte am diesjährigen Heiligabend in Reykjavík, dem der klassische Rippenspeer mit der Super-Sahne-Pfefferkäse-Soße und ebenso klassische Beilagen folgten, die ich bereits vor einem Jahr gewürdigt habe. Die Hauptspeise war so gelungen wie letztes Jahr. Lange Zeit hat es in Anspruch genommen, die Vorspeisenplatte (“local food”) zusammenzustellen. Jóahnn fing die Saiblinge für die Forellenpastete (quer). Birgit züchtete das Kaninchen (unten im Bild). Von der Insel Drangey stammt der marinierte Papageitaucher (oben). Im Wäldchen Ásdísarlundur, einer Perle, gediehen Ende August die Birkenpilze (Mitte; nun mariniert). Damit nicht genug. Die Gastgeber und Gäste waren ebenso gelungen wie letztes Jahr. Nur dieses Mal gab es zwei winzige Wesen, die bisher nicht dabei waren. Meine Enkelin Heiðdís Lilja und Frosti. Lesen Sie den gesamten Text »

Rückkehr der Blauen Stunde

Nov 30 , 2013

Von Gudrun M. H. Kloes in Allgemeines
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Mag es auch im Moment regnerisch-verwaschen sein und eine Viertel Stunde vor 3 ( am Nachmittag) schon dunkel, dann wartet die Blaue Stunde irgendwo im Hintergrund. Sie macht die Gegend durchschimmernd blau und die Dämmerung länger. An klaren Tagen beschönigt sie die Dämmerung gewaltig, lässt winterliche Lebenslust aufkommen und verhilft der nahenden Dunkelheit zu einem Ereignis, dem nur die darauf

ITinna zu Ehren.

Unsere Tinna, im Sommer gestorben.

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Gúrrmei-Reise in die Heimat

Nov 20 , 2013

Von Gudrun M. H. Kloes in Allgemeines
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Gúrrmei, das ist Gourmet auf Isländisch. Im Wörterbuch steht das so nicht, aber es gefällt mir richtig gut. Ich verbinde damit mehr als leckere Speisen, ich verbinde damit Lebensgenuss schlechthin. Etwa wie die Reise in die Heimat rund um den 10. November, zum 90. Geburtstag meines Vaters. Es war eine Woche der Schlemmerei.  Lesen Sie den gesamten Text »

Teufelsmark vorrätig

Okt 22 , 2013

Von Gudrun M. H. Kloes in Allgemeines
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Djöflamergur, einer der Bestseller des Landmarktes Spes in Laugarbakki. Teufelsmark. Schaurig scharf mit einer recht süßen, gefälligen Komponente. Ich nehme diese in der Region Húnaþing hergestellte Gewürzpaste gern als Gastgeschenk mit nach Deutschland. Als sie einem der dortigen Beschenkten innerlich angewendet zu heftig vorkam, schlug ich sie als Lederpflegemittel fürs Sattelzeug und die Stiefel vor. Dort wirkte sie, äußerlich angewendet, glanzvolle Wunder. Lesen Sie den gesamten Text »

Traurige Marmelade

Aug 1 , 2013

Von Gudrun M. H. Kloes in Allgemeines
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Das Rezept sei gleich verraten und ist keine Kunst: Himbeeren (importiert, tiefgefroren, aus dem hiesigen Genossenschafts-laden), Krähenbeeren (selbst gepflückt, seit Okt. 2012 eingefroren), Zucker, Ingwer und Geliermittel. Alles war vorbereitet, die Gläser standen gereinigt bereit … Lesen Sie den gesamten Text »

Icelanders are something!

Jul 27 , 2013

Von Gudrun M. H. Kloes in Allgemeines
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In Hvammstangi, wo ich arbeite und wo ich in den letzten Tagen hinradelte, weil Wetter  und Zustand des Autos es erbrachten, gibt es ein Bürogebäude, unten die Bank, die Bibliothek, oben der Steuerberater, der Ingenieur, der Bauernverband, und mein Büro. Kaffeestube und andere Infrastruktur für alle, grandiose Aussicht auf den Fjord gratis für schnell ermüdende Büroseelen – wo wir im Frühling und Herbst Wale ziehen oder die Gischt, die der Nordwind vor sich hertreibt, betrachten können. Wie dem auch sei … Lesen Sie den gesamten Text »

Starke Nerven

Jul 6 , 2013

Von Gudrun M. H. Kloes in Allgemeines
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Wie auch im letzten Beitrag vom Mai geht es gewissermaßen um den Tod, aber auch um erfreulichere Erscheinungen.

Der Tod zuerst: In so einem kleinen Verwaltungsbezirk wie Húnaþing vestra mit seinen rund 1.100 Einwohnern, etwa einem Drittel der hier registrierten Pferde, schließen sich Kreise schnell. Hühnerfutter kaufend, stand ich unvorbereitet im Packhaus des hiesigen Raiffeisenladens einem Sarg gegenüber. Ja, Jón von Tunga war nach erfülltem Leben gestorben. Der weiße Sarg, geordert aus Reykjavík, stand Seite an Seite mit Bestellungen landwirtschaftlicher Art wie Stacheldraht, Euterseife und Stallmatten unbeachtet im Packhaus, bis Befugte kommen würden, um ihn gegen Quittung abzuholen. Das verlangt starke Nerven von einer Hühnerfutterkäuferin. Am gleichen Abend wurde ich gebeten, mit anderen Frauen des Hausfrauenvereins den Leichenschmaus für Jón auszurichten. Das taten wir gern. Manche der Frauen sind mit ihm verwandt, andere kannten ihn und schätzten seine heitere Lebensart und die lustigen Sprüche, die seine Lippen aus auffallendem Bartgewirr zum Besten gaben. Lesen Sie den gesamten Text »

Verwechslungsgefahr und Tod

Mai 10 , 2013

Von Gudrun M. H. Kloes in Allgemeines
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Also nun ist es mild und regnet windstill vor sich hin, ideales Klima für die Schafbauern, die ihre Mutterschafe plus neugeborene Lämmer unter wolkigem Himmel unterbringen müssen, damit der Stall nicht aus den Nähten platzt. Grasspitzen stechen Richtung Wolkendecke und der wilde Kerbel zeigt seine erste, wilde Kraft. Dieses kaum auszurottende Kraut ist vielerorts extrem verschrieen, weil es andere Pflanzen – wie es auch die absichtlich angesiedelte Alaskalupine tut – verdrängt. Und weil es bitter schmeckt, nützt es der modernen Kräuterküche wenig. Bitter mögen Salatarten sein, anderes wollen wir weniger. Die isländischen Modeköche jedenfalls würzen mit Local Food approach bestenfalls Speiseeis damit. Lesen Sie den gesamten Text »